16.11.02 Wer ist SpeedyBoo?
 

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Das Geheimnis wird gelüftet!

SpeedyBoo, was ist denn das für'n bescheuerter Name?! Wer ist der Typ eigentlich?!

Diese oder ähnliche Fragen werden sich schon bestimmt einige von euch gestellt haben, als ihr mein Pseudonym, Avatar oder wie man's auch nennen mag, das erste mal gehört habt. Nun ja, lüften wir endlich das Geheimnis um meine Person.

Mein richtiger Name lautet Jürgen Flock. Ich wurde am 15.12.1967, einem Freitag, in der Schlossstadt Bensberg, heute Bergisch Gladbach, als 2. Kind meiner Eltern als Erdenbürger mit einem üblichen Klaps auf den Hintern begrüßt, was meinerseits laut Aussage meiner Mutter mit einer entsprechend lauten Antwort gebührlich quittiert wurde. Ein lautes Organ besitze ich heute noch, allerdings hapert es etwas mit dem Singen. Womit klar sein dürfte, dass ich kein Sänger geworden bin (außer vielleicht unter der Dusche).

Ich schrieb gerade, als 2. Kind. Nun, ich habe noch eine große Schwester, die ?? Jahre älter ist als ich (das Alter von Frauen verrät man nicht, es reicht ja, das ihr wisst, dass Sie älter ist als ich), und einen kleinen Bruder, der 2¼ Jahre jünger ist. Somit stelle ich die goldene Mitte dar (das mit dem golden sieht meine Ma etwas anders, aber tun das Mütter nicht immer?!).

Meine Kindheit und Jugend und einen Grossteil meines Erwachsenendaseins verbrachte und verbringe ich in Overath. Overath liegt ca. 20km östlich vor den Toren Kölns (im alten Germanenteil, dort wo Cäsar nie hingekommen ist) und hat etwas mehr als 29.000 Einwohner. Overath, das sich selbst auf Grund der Einwohnerzahl als Stadt bezeichnet, ist in "Unterstädte" aufgeteilt, die sich auf eine riesige Fläche verteilen. Die grössten "Unterstädte", die mir so auf die schnelle einfallen, sind Overath-Mitte, Untereschbach, Immekeppel, Steinenbrück, Heiligenhaus, Neichen, Hurden, Vilkerath und Marialinden. Es gibt da noch ein paar mehr, aber da schaut ihr besser auf der Homepage von Overath nach.

1974 wurde ich dann im zarten Alter von 6 Jahren in Steinenbrück eingeschult. Vorbei war's nun mit dem Schlendrian, ab jetzt musste gepaukt werden, die Nachmittage mit Hausaufgaben machen verbringen und dergleichen. Naja, ganz so schlimm war's nicht, wohl auch deshalb, weil ich ein fauler Hund bin. Das führte dazu, dass ich immer nur soviel tat, um einigermaßen passablen Noten zu bekommen. Ab und zu hab ich es allerdings auch etwas übertrieben, die Reaktion meiner Eltern kann sich wohl jeder vorstellen.

Trotz aller Widrigkeiten und meiner eigenen Faulheit habe ich es dann doch geschafft und besuchte im Anschluss an die Grundschule das Paul-Klee-Gymnasium in Overath. Natürlich hatte ich auch hier mit den gleichen Widrigkeiten zu kämpfen wie in der Grundschule. Aber was soll ich sagen, 1987 war es dann soweit: ich wurde mit dem Zeugnis der Hochschulreife, manche nennen es auch Abitur, in's wahre Leben entlassen.

 

Wahres Leben, was bedeutet das? Nun, zunächst einmal 15 Monate Bundeswehr. Hier lernt man vor allem eins: Es gibt nichts, aber auch wirklich nichts, was nicht hirnlos genug sein könnte und auf Grund dessen die Vorgesetzten dazu animiert, es von Dir zu verlangen. Man kann solch hirnlosen Aktionen nur dadurch entgehen, indem man schnellstmöglich herausfindet, wie man sich erfolgreich davor drücken kann. Wenn man das geschafft hat, kann das ganze auch Spaß machen. Z.B. Geburtstage feiern der Art, dass man zum Schluss mit dem Helm auf dem Flur kegelt. Und damit das ganze auch gut rutscht, mit der Kübelspritze noch schön anfeuchten. Allerdings sollte man das nur dann tun, wenn der Spies nicht gerade im Gebäude ist und sich wundert über den Lärm. Ergebnis der Aktion: 1 Woche Ausgehverbot. Ihr seht, viel zu früher hat sich nicht geändert, außer das im Gegensatz zu früher nicht mehr die Eltern den Hausarrest aussprechen , sondern nette Herren in Grün.

Nach 15 Monaten war's jedenfalls geschafft. Was tut man mit Abitur und großem Latinum?! Richtig, man studiert Medizin! Einen Studienplatz hatte ich bekommen auf Grund des damals gültigen Medizinertests, dass der Test allerdings nix mit Medizin zu hatte und genauso gut als Eignungstest für sonst was geeignet gewesen wäre, hatte man mir nicht gesagt. Am Anfang war ja noch alles in Ordnung. Das Studentenleben war klasse, in der Zwischenzeit hatte ich 'ne Bleibe in Köln gefunden. Eine Dachgeschosswohnung 50m vom Zülpicher Platz entfernt, mitten im Leben sozusagen. Das Studieren an sich klappte Anfangs auch sehr gut. Wie das dann so ist, hab ich als ordentlicher  Medizinstudent dann natürlich auch angefangen, im Krankenhaus als Aushilfe zu jobben. Das war dann irgendwann nicht mehr so nett. Denn Rest hat mir dann die Jobberei im Kalker Krankenhaus gegeben. Da hab' ich auf der Inneren Abteilung gearbeitet. Und dort hab' ich, als positiven Aspekt so zwischendurch, meine erste wirklich große Liebe kennen gelernt. Mein Fröschlein. Es hat von Anfang an geknistert. Sie war Krankenschwester in der Ausbildung. Eine ideale Verbindung sagt man in Medizinerkreisen dazu. Das erste Mal haben wir zusammen Essen verteilt. Noch nie war Essenverteilen so schön. Der nächste Schritt war dann die Telefonnummer rauszubekommen, Sie anzurufen und mich mit Ihr zu verabreden. Hat auch alles super geklappt. Nur als ich Sie dann zum Date abholen wollte, lag Sie krank im Bett. Wie Sie da so lag mit leicht gerötetem Gesicht auf Grund des Fiebers und den glänzenden Augen, da war's dann ganz um mich geschehen. Das Ganze hat 3 und ein halbes Jahr gehalten. Aber der Reihe nach.

Wie gesagt, die Jobberei im Krankenhaus. Hat einer von euch schon einmal jemandem beim Sterben zu gesehen?! Ich meine so richtig jetzt, wenn sich einer bis zum Schluss gegen das Ende wehrt, weil er eigentlich noch zu jung ist, und doch alles umsonst ist, da keiner helfen kann?! Jemandem, der es eigentlich nicht verdient hat zu sterben, und doch muss er weil Gott es so gewollt hat?! Nach Nummer 3 hatte ich die Schnauze voll. Warum 14 Semester studieren, weitere Ausbildungsjahre noch hintendran, wenn man sich spezialisieren will, und dann kann man doch nix machen. Hinzu kommt, dass es mich nicht mehr losließ, tags wie nachts. Dabei war es doch eigentlich mein Traumberuf gewesen. Aber schließlich hab ich dann nach einer ewig langen Entscheidungsphase von 3½ Jahren einen Schlussstrich gezogen.

Ich hab' dann erstmal ein halbes Jahr als Fahrer bei einer kleinen Transportfirma gearbeitet, deren Hauptaufgabe darin bestand, die Kölner Apotheken 2-3mal am Tag mit Medikamenten zu versorgen (Die Medizin hat mich irgendwie nicht losgelassen). Hat Spaß gemacht, in Köln kannte ich nachher jeden Schleichweg.

Im Sommer habe ich dann angefangen, an der Fachhochschule in Köln-Deutz Maschinenbau-Fahrzeugtechnik zu studieren. Eins hatte ich während der des Medizinstudiums gelernt: trockene Theorie war nicht mein Ding. Daher war meine Überlegung, an der FH anzufangen, da die angeblich praxisorientierter sein sollten. Pustekuchen, die gleiche dröge Theorie wie vorher. Allerdings, wie das Leben so spielt: Durch das Studium habe ich meine Leidenschaft für den Computer entdeckt. Ein Prof riet uns in seiner ersten Vorlesung, uns einen PC zuzulegen, da ein Ingenieur ohne PC heutzutage nicht mehr arbeiten kann. daher wäre es günstig, sich mit den Dinger auseinander zu setzen. Brav, wie ich nun mal bin, tat ich dies auch. Tja, und da war sie geboren, die Leidenschaft zum PC.

Mit meinem Fröschlein lief zu diesem Zeitpunkt noch alles super. Allerdings wie das so ist mit einer neuen Leidenschaft, die erste leidet. Ich hing nur noch vor dem Monitor. Und das teilweise, eigentlich sogar ziemlich häufig, bis spät in die Nacht. Gelegentlich kam es vor, dass mein Nachbar von gegenüber sich gerade den Kaffee für's Frühstück aufschüttete, während ich gerade erst in's Bett ging. Das Studium hat natürlich darunter gelitten, und ehrlich gesagt, hatte ich auch gar keine Lust mehr zu studieren. Meine Beziehung ging so langsam den Bach runter. Mal davon abgesehen, dass ich bestimmte Signale einfach ignoriert habe, gab es auf einmal keine gemeinsamen Gesprächsthemen mehr zwischen uns. Die Probleme aus dem Krankenhaus wollte ich nun wirklich nicht hören, schließlich hatte ich unter der Medizin ja einen Schlussstrich gezogen. Vom PC wollte dagegen mein Fröschlein nichts wissen. Worüber sich also unterhalten?! Schliesslich kam's dann zu dem grossen Knall und alles war vorbei. An Fröschlein: Solltest Du durch irgendeinen dummen Zufall mal diese Seiten lesen, so verzeih mir mein idiotisches Verhalten. Im Nachhinein denke ich, dass mit ein bisschen Anstrengung wir vielleicht noch was hätten retten können (außer das Verhältnis zu Deinem Vater, dem hätte ich besser wirklich eine reingehauen anstatt der Konfrontation aus dem Weg zu gehen). Ich hoffe, Du hast Deinen Weg gemacht und bist glücklich!

Auf diesem Weg einen großen Dank an meine Eltern und Geschwistern. Trotz aller meiner beruflichen und privaten Eskapaden standen sie immer voll hinter mir. Ohne meine Familie wäre ich wahrscheinlich im Nirgendwo verschwunden.

Na jedenfalls hab' ich dann beschlossen, unter alles einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen und eine Entscheidung zu fällen, die Hand und Fuß hat. Mit Hilfe eines ausnahmsweise sehr fähigen und engagierten Mitarbeiters des Arbeitsamtes (so was gibt's tatsächlich!) habe ich mich dann entschlossen, eine 2 jährige Umschulung zum staatlich geprüften Informatikassistenten mit Schwerpunkt Softwaretechnologie zu machen. Die beste Entscheidung meines Lebens. Die 2 Jahre vergingen wie im Flug. Der Abschluss war kein Problem. Allzu viele Bewerbungen musste ich auch nicht schreiben, so ca. 20 glaub' ich waren es. Zum Schluss hatte ich dann 2 Stellenangebote, einmal bei der o.tel.o, und zum anderen bei der Metro MGI Informatik. Den Zuschlag hat die MGI bekommen, war auch gut so, denn die o.tel.o gibt's inzwischen nicht mehr.

Angefangen bei der MGI habe ich am 1. November 1997. Das ist jetzt über 5 Jahre her. Während der Zeit gab's ein paar aufregende Umwälzungen wie die Jahrtausendwende und die Ablösung der D-Mark durch den Euro. Obwohl beide Punkte sehr arbeitsintensiv waren und auch eine Menge Überstunden zur Folge hatten, möchte ich die Zeit nicht missen. Es hat viel Spass gemacht, und es macht immer noch viel Spass. Hauptgrund dafür sind meine Kollegen. So einen tollen Haufen findet man so schnell nicht wieder. Dank an euch für die tolle Zusammenarbeit!

Meine hauptsächliche Aufgabe bei der MGI ist die Weiterentwicklung und Pflege des Kassenprogramms, welches beim Kaufhof eingesetzt wird. Neben der Programmierung von neuen Kassenfunktionen umfasst diese Tätigkeit auch den Test neuer Hardwarekomponenten sowie deren Einbindung in das Kassenprogramm. Im Laufe der Jahre hat sich eine Spezialisierung im elektronischen Zahlungsverkehr ergeben, so war und bin ich mitverantwortlich für die Einführung und Weiterentwicklung der Zahlungsvariante eccash-/maestro (mein Lieblingsbereich). Die eccash-/maestro-Zahlung ist die EC-Kartenzahlung mit PIN-Eingabe, wobei eccash für inländische EC-Kartenzahlung steht und maestro für die ausländischen. Die EC-Karte wird dabei über ein externes Terminal eingelesen, an dem dann auch im Anschluss die PIN eingegeben wird. Neuestes Projekt ist nun die Einführung eines neuen Kassen- und Backofficesystems. Unser jetziges Kassenprogramm hat inzwischen schon über 10 Jahre auf dem Buckel. Es ist in einem Umfang gewachsen, der es uns immer schwerer macht, das Programm weiterzuentwickeln und zu warten. Auf Grund dessen wurde entschieden, ein neues System einzuführen. Hier bin ich im Moment stark involviert in der Findung einer passenden Hardwareumgebung.

So, das war jetzt mal ein grober und kurzer Überblick über meinen Werdegang. Ich könnte ja noch viel tiefer in's Detail gehen, aber das würde dem Sinn dieser Seite nicht entsprechen.

 

 

that's all folks!

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Stand: 16.11.02